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Meditation kann heilen helfen
Das Telefon klingelt, der Kopierer schnarrt, das Gehirn arbeitet auf Hochtouren, da muss noch ein Angebot raus, der Kunde wartet. Stress ist wohl die Volkskrankheit und die Weltgesundheitsorganisation nennt diese Dauerbelastung zu den grösstebn Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts.
Obwohl er in einem Labor sitzt - mit 128 Elektroden auf dem Kopf - wirkt der Mönch äußerlich völlig ruhig. Für das ungewöhnliche Bild des meditierenden Geistlichen in steriler Forschungsatmosphäre ist der Dalai Lama persönlich verantwortlich. Seit Jahren schickt das tibetische Oberhaupt ausgewählte Mönche im Dienste der Wissenschaft durch die Welt , alle mit mehr als 10.000 Stunden Meditationserfahrung. Forscher renommierter Universitäten durchleuchten die kahlrasierten Köpfe. Sie wollen zeigen, ob und wie sich Meditation (Lateinisch für “sich zur Mitte ausrichten”) auf die Strukturen im Gehirn auswirken kann. Und was die Überwachungsgräte ausspucken, treibt den Adrenalinspiegel der Experten regelmäßig in die Höhe: Der Psychologe David Richardson von der Universität Wisconsin beispielsweise wies bei einem Mönch im Vergleich zu normalen Probanden 30-mal so starke Gammawellen nach. Diese Hirnströme kennzeichnen einen Zustand höchster Konzentration. Blick ins Oberstübchen Die Ergebnisse Richardsons weckten das Interesse anderer Forscher. Eine zentrale Frage dabei: Inwiefern lässt sich die Architektur des Gehirns beeinflussen? Lange Zeit gingen Wissenschaftler davon aus, dass ein einmal entwickeltes Gehirn nicht mehr verändert werden kann. Heute ist klar: Die Wandlungsfähigkeit - die sogenannte Neuroplastizität - des Oberstübchens gibt berechtigte Hoffnung auf die Heilung verschiedener Krankheiten. Und Meditieren begünstigt offenbar das Wachstum neuer Nervenzellen. Das legen die Studien der deutschen Psychologin und Yoga-Lehrerin Britta Hölzel am Massachusetts General Hospital nahe. Meditation macht belastbar 26 extrem gestresste Probanden nahmen acht Wochen lang an gängigen Antistress-Kursen teil. Allen ging es danach deutlich besser - und die anschließende Kernspin-Untersuchung brachte Erstaunliches zum Vorschein: In wichtigen Bereichen des Gehirns hatte sich die Dichte der sogenannten grauen Substanz erhöht, also überwiegend aus Nervenzellkörpern bestehende |
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Gebiete des Zentralnervensystems. Die Ergebnisse von Hölzel legen nahe, dass die Untersuchten nach der Meditation wieder belastbar waren. Die Forscherin konnte ebenfalls zeigen, dass Meditierende sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Zudem geht aus der Stressforschung hervor, dass Meditation den Blutdruck senken kann, Herzschlag und Atmung verlangsamen sich. Was die Mönche des dalai Lama so perfekt beherrschen, kann bei chronischen Depressionen helfen - und auch Schlaganfall-Patienten profitieren von den Selbstheilungskräften des Gehirns. Stress kann krank machen
Dass ein Ausweg aus der Stressfalle gefunden werden muss, zeigt ein Blick auf Krankheitsbilder, die durch Stress begünstigt werden: “Wer dauernd unter Strom steht, riskiert Gefäßerkrankungen oder Asthma”, sagt Dr. Dagmar Santo, Gesundheitsexpertin der Schwenninger BKK. Auch Rückenschmerzen, Fettsucht und Diabetes sind Krankheiten, die Experten mit einer nicht enden wollenden Überbelastung in Zusammenhang bringen. Zusätzlich schwächt Stress das Immunsystem. Wer den Körper mit Meditation wieder ins Lot bringen möchte, hat eine grosse Auswahl: Vor allem Techniken wie Yoga oder Qi Gong sind einfach zu erlernen - und nicht an ein bestimmtes Alter gebunden.Kliniken nutzen die heilenden Eigenschaften des mantalen Trainings, beispielsweise das Brustzentrum der Helios Klinik Mariahilf in Hamburg bei der Brustkrebs-Therapie. |
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Es kommt ein neues Verhütungspräparat für den "Notfall" auf den Markt. Es wirkt bis zu fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr.
in Deutschland, Frankreich und Großbritannien kommt in diesem Monat die "Pille für noch länger danach" auf den Markt. Das von der französischen Firma HRA Pharma entwickelte Medikament wirkt im Gegensatz zur "Pille danach" bis zu fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, wie Laborleiter Eric Gainer der Wirtschaftszeitung Les Echos vom Montag sagte.
Es beruht auf dem Wirkstoff Ulipristalacetat, der ähnlich wie Präparate zur Frühabtreibung funktioniert. Die neue Pille wird unter dem Namen EllaOne verkauft. Die bisher erhältliche "Pille danach" muss spätestens drei Tage nach einer möglichen unerwünschten Befruchtung eingenommen werden.
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Kinder essen nur die Hälfte der empfohlenen Mengen an Obst und Gemüse. Ein Schulprojekt soll den Konsum steigern
Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir. Das scheint heutzutage auch auf gesunde Ernährung und Geschmacksschulung zu zutreffen. Mit dem von EU, Bund und Ländern unterstützten Schulobst-Programm "Schlaue Früchtchen" sollen die Ernährungsgewohnheiten der Volksschüler positiv beeinflusst werden.
"Wir wollen schon bei den Kindern beginnen, das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen gesunder Ernährung und regionalen sowie saisonalen Produkten zu fördern", erklärt Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich die Teilnahme am EU-Projekt. Man wolle Zusammenhänge aufzeigen: "Wer regional und saisonal isst, unterstützt die heimische Landwirtschaft ebenso wie die Umwelt."
Die WHO empfiehlt, täglich mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse pro Person zu verzehren. Dieser Wert wird in ganz Europa selten erreicht. Und besonders bei Jugendlichen stehen die gesunden Vitaminlieferanten gar nicht hoch im Kurs. "Studien zeigen, dass die empfohlenen Mengen gerade im Schulalter nur zur Hälfte erreicht werden", so Ernährungsberaterin Sasha Walleczek. Da Ernährungsgewohnheiten zu einem großen Teil in der Kindheit geprägt werden, mache ein kostenlose Verteilung von Schulobst Sinn. "Kinder essen manches erst dann gerne, wenn es ihnen mehrmals angeboten worden ist. Das ist ein wichtiger Lerneffekt, den man bei Obst und Gemüse nützen kann."
Mehrwert
Weitere Effekte, die über den Ernährungsaspekt hinausgehen, seien ebenso gegeben, so Walleczek. "Aus Studien wissen wir, dass Kinder, die mehr Obst und Gemüse essen, auch über einen besseren Geschmackssinn verfügen."
Essen in der Nacht fördert die Gewichtszunahme
Der nächtliche Gang zum Kühlschrank könnte schwerwiegende Folgen haben: Essen zu nachtschlafender Zeit trägt mehr zu Übergewicht bei als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kamen US-Forscher der Northwestern University in Chicago.
Sie hatten Mäuse mit der gleichen Menge fettreicher Nahrung gefüttert - einen Teil der nachtaktiven Tiere zur gewohnten Zeit, die anderen tagsüber. Während Erstere 20 Prozent an Gewicht zulegten, nahmen die anderen Mäuse mit 48 Prozent um das Doppelte zu.
Dieses Ergebnis könnte erklären, warum besonders viele Menschen, die nachts essen - also so wie die Mäuse nicht zur gewohnten Zeit - , übergewichtig sind, so die Forscher. "Offenbar beeinflusst die innere Uhr des Menschen nicht nur den Schlaf-Wach-Rhythmus, sondern auch den Energieverbrauch des Körpers."
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