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In zwei Schüben wanderten Friesen aus dem Süden nach Nordfriesland ein. Im achten Jahrhundert besiedelten sie vor allem die Inseln Helgoland, Sylt, Föhr, Amrum und vermutlich Teile Eiderstedts. Die Marsch wurde in einer zweiten Auswanderungswelle um die Jahrtausendwende in Besitz genommen. Nach mehreren Sturmfluten siedelten Friesen auch auf der Geest an.
Die Region Nordfriesland umfasst – grob gesehen – den Küstenstreifen zwischen den Flüssen Eider und Vidå an der deutsch-dänischen Grenze, die Nordfriesischen Inseln und Halligen sowie das angrenzende Wattenmeer. Nordfriesland wurde erstmals 1424 urkundlich erwähnt. Die friesisch besiedelten Harden waren im Mittelalter in den Uthlanden zusammengeschlossen und hatten ein eigenes Friesisches Recht (die Siebenhardenbeliebung). Genauer könnte man an Orts- und Flurnamen sehen, dass auch im Süden des heute dänischen Nordschleswig, insbesondere in der „Schluxharde“ (dänisch: Slogs Herred) Nordfriesen gesiedelt haben könnten. Die Anwendung und Pflege der Nordfriesischen Sprache besitzt in der Region einen hohen Stellenwert und wird von mehreren friesischen Vereinen und dem Nordfriisk Instituut unterstützt. Heute sprechen noch etwa 10.000 Menschen einen der nordfriesischen Dialekte. In diesem Zusammenhang brachten die Bahnunternehmen vor einigen Jahren auf ihren Bahnhöfen in Nordfriesland zusätzliche Bahnhofsschilder mit dem friesischen Ortsnamen an. Einen Überblick über das Leben, den Alltag, die Sprache, Trachten und Bräuche der Inselfriesen gewährt das Carl-Haeberlin-Friesenmuseum in Wyk auf Föhr. Auf den Inseln, zum Beispiel Föhr und Amrum, ist insbesondere das Tragen von Trachten nach wie vor von hohem Identität stiftendem Charakter.
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